Holding the Baby  
 

2002

Zwei photographische Portraits Peter Zadek (D) 15.07.2000
(100 x 67 cm, Digitale Pigmentdruck FineArt, Kaschierung 3mm Dibond, Laminat Satin) ), zur Illustration der Kurzgeschichte Holding the Baby englisch/deutsch. Übersetzung aus dem Englischen: Tanya Ury und Rolf Steiner. 

Tanya Urys deutschsprachiger Kurzgeschichte Holding the Baby mit zwei Portraits Peter Zadek Nr. 1 & Nr. 2, 15.07.2000, ist auf Deutsch in dem Katalog Ambivalenzen, Frauen Museum Bonn, 2002 erschienen,
ISBN 3-928239-66-X

In mehreren ihrer Arbeiten hat Tanya Ury den Namen Hermè oder Herme angenommen (her & me, also Sie & ich):

Hermeneurotisch 1984- (Eine Kollektion von Texten)
Hermes Insensed 2000-2001 (Photoserie mit 15 Kurzgeschichten)
Brücken Bauen
2001 (Kurzgeschichte)
Between the Lines or The Three Rs
2001 (Kurzgeschichte)
Holding the Baby 2002 (Kurzgeschichte mit zwei Photos)
Stechmücke
2003 (Kurzgeschichte)
Getta Life - Nimm das Leben in die Hand
2003 (Kurzgeschichte)
Tag und Nacht
2003 (Kurzgeschichte)
Hermesiegel
2005 (Goldring mit Inschrift)
Herme
2010 (digitale Bearbeitung eines 1950er Jahre Modezeitschrift -Covers)
herlookingovermeshoulder 2011 (digitale Bearbeitung eines 1940er Werbeplakat)

 

Obwohl sie zum größten Teil autobiographisch ist, wird Tanya Urys Narrative in der dritten Person erzählt; sie adoptiert den Namen Hermè, (her & me) damit gewinnt sie Distanz zu ihrer eigenen persönlichen Geschichte und verleiht ihnen den Geschmack der Antike. Hermès Fabeln sind ernsthaft, provozieren neue Gedanken, sind - aber manchmal auch - spielerisch.

Holding the Baby beschreibt ein Treffen mit dem Theaterregisseur Peter Zadek, bei der Hermè und Zadek sich der Vergangenheit erinnern.

"Zadek war schlecht gelaunt, als ich ihn später hinter der Bühne traf. Er hatte seine Schauspieler, die auf Tournee waren, seit sechs Monaten nicht mehr gesehen. Seiner Meinung nach hätten manche seine Weisungen ignoriert und alles geändert. Angela Winkler hätte den Hamlet so nachdenklich und langsam gespielt, dass Zadek sicher war, sie hätte ihren Text einfach vergessen. Eva Matthes hätte ihr Spiel viel zu hysterisch angelegt. Verblüfft folgte ich dem Paterfamilias, als er, am Ende seiner Geduld angelangt, an den angeblich widerspenstigen Schauspielerinnen vorbeiging und sie keines Blickes würdigte."

Extrakt aus Holding the Baby
Tanya Ury