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| Avant-Garde Dating The Danaids – Die Danaiden mehr |
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Zwei Frauen sitzen „über Eck“ an einem kleinen quadratisch-geformten Tisch. Eine von ihnen fängt an, sehr langsam, mit kleinen, roten, einfachen Handnähten auf ein weißes Tuch, dass das Tisch deckt, einen großen Kreis zu nähen. Tatsächlich war das Tuch ein Betttuch, das der dänische Photograph und Journalist Simon Hoegsberg den Performerinnen am letzten Tag ihres einwochigen Aufenthaltes schenkte. Nach einer kurzen Zeit beginnt die zweite Performerin, die Arbeit der Ersten aufzutrennen – sie rückt ihren Stuhl enger heran, während die Andere ihren Stuhl wegrückt, um weiter zu ziehen. Wenn die erste Frau einen Viertelkreis vollzogen hat, tauschen die Performerinnen die Rollen von Näherin und Auftrennerin. Das geht weiter, bis der Kreis beendet ist. Wenige Wörter werden gewechselt während dieser einstündigen Aktion. Das Kreismotiv spielt auf die Zyklen und Phasen einer Uhr an, aber auch auf diejenigen der Menstruation. Weiterhin ist der Wechsel der Generationen impliziert, und „die Wechseljahre“, aber auch ganz einfach ein Nähkreis. Weitere Anspielebenen der Performance sind globale Billiglohn-Werkstätten in denen Arbeiter, meistens Frauen, wie Sklaven behandelt und weit unter akzeptablen Lohnstandards bezahlt werden. Walmart und Nike sind zwei der größten Auftraggeberfirmen solcher Billiglohn-Arbeit, behaupten aber, dass sie Vorkehrungen getroffen haben, um die schlimmsten „Sweatshops“ zu meiden. Auch Disney benuzt „Sweatshops“, um das Meiste seiner Kleidung und Spielzeuge zu produzieren, aber ihr Verbrauch ist nicht so gut-dokumentiert wie in den Fällen von Nike, Walmart oder Kathie Lee Gifford. Im Buch: „Disney; the Mouse Betrayed" (Disney; die verratene Maus), beschreibt ein Kapitel die Abkommen des Konzern mit China, Vietnam und Haiti zielt aber vor allem auf die Beziehungen Disneys zu Burmesischen Militärjunta, wobei der Konzerns hart daran arbeitet alles zu verschweigen, eingedenk der großen Unpopularität Burmas in der internationalen Gemeinschaft. http://en.wikipedia.org/wiki/Sweatshop (Übersetzung TU & AF) In Carpenters und Urys E-mail Austausch, der sich über mehrere Monate vor ihrem Treffen in Berlin hinzog, entdeckten die zwei Künstlerinnen, dass sie gemeinsame Themen besaßen – Bilder von den beiden, wie sie Kunstwerken erschaffen wurden auf die Wände der New Life Shop Art Gallery aufgeklebt: Laurel an der Nähmaschine, während sie ihr unmöglich-langes rotes Kleid (das aus vielen geschenkten roten Kleidern zusammengesetzt wurde), für die Performances Red Woman und Red Crest nähte. Sodann Tanya, welche kleine Plastiktüten, beinhaltend ihre Haare, mit der Maschine für ihre Arbeit Whos Boss: Hair Shirt zusammennähte. The Danaids weist auch auf Ury’s Video/Performance Röslein Sprach… hin, in der sie das Wort “BOSS” auf ihre linke Handinnenfläche näht; Röslein Sprach… erinnerte an die 150 Zwangsarbeiter, die von1940 bis Kriegsende für die Hugo Boss Gründerfirma Naziuniformen produzieren mussten. Tanya Ury |
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