Archiv

2009-

 

1999, ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter Sylvia, und nach langen Überlegungen und Familiendebatten, bei denen das Londoner Leo-Baeck-Institut, ein jüdisches Archiv als passender Ort in Betracht gezogen worden war, den Ury/Unger Nachlass aufzubewahren, hatte Tanya Ury das Familienarchiv dem Historischen Archiv der Stadt Köln in Verwahrung gegeben; sie lebt seit 1993 in Köln - der Stadt, die die Heimat vieler ihrer Familienmitglieder aus früheren Generationen gewesen war. Es sollte eine Geste der Versöhnung und des Vertrauens Deutschland gegenüber sein, diese Dokumente, Briefe, Photographien und andere Objekte vieler Generationen dieser deutsch-jüdischen Familie von Künstlern und Geschäftsleuten, die durch die Nazis Verfolgung, Vernichtung oder Exil erfahren hatten, zurückzugeben.

 

Der Einsturz des Historischen Archivs in Köln bleibt immer noch ungeklärt, ist aber wahrscheinlich auf Bodenbewegungen zurückzuführen, die sich vermutlich bei einem hydraulischen Grundbruch beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn ereigneten. Der Zusammenbruch weckt Erinnerungen an eine monumentale historische Katastrophe.