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| doo bee doo mehr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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"Du bist Deutschland" war eine Initiative der "Partner für Innovation", ins Leben gerufen von 25 Medienunternehmen und koordiniert von der Bertelsmann AG. Diese Kampagne lief von Ende September 2005 bis Januar 2006. Ziel war es, mit TV-Spots, Plakaten und einem Budget von ca. 30 Millionen Euro positive Gefühle für das Land zu hervorzurufen, insbesondere anlässlich der Bundeswahl vom 2. Oktober 2005. 2005 wurde auch in Deutschland als Einsteinjahr begangen, zum 50. Todestag des Nobelpreisträgers (1879-1955). Anlässlich dessen schmückte man das Berliner Rathaus mit einem Einstein-Zitat aus einem Brief aus dem Jahr 1920 das an den einstigen großen Bürger der Stadt erinnerte: "Berlin ist die Stätte, mit der ich durch menschliche und wissenschaftliche Beziehungen am meisten verwachsen bin...". 1933 musste der jüdische Einstein aus Deutschland in die USA flüchten. |
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Albert Einstein
hat auch nach 1945 mit dem Land seiner Herkunft nichts mehr zu tun haben
wollen. Deutschland und Berlin hat er nie wieder gesehen. Seine Abscheu
vor allem Deutschen, die sich zum unversöhnlichen Hass steigern sollte
(Roger Highfield und Paul Carter, Die geheimen Leben des Albert Einstein,
1994) hielt bis zu seinem Tod unvermindert an: "Er machte klar, dass
er nichts mehr mit seinem Geburtsland zu tun haben wollte, dessen Einwohner
er unterschiedslos für das Massaker an den Juden unter Hitler für
schuldig befand. Die Intellektuellen hätten sich so schlecht verhalten
wie die Massen, sagte er, und er nahm nur wenige seiner engsten Kollegen
davon aus. Er war zu der Überzeugung gekommen, die Deutschen seien
die grausamste Rasse der Erde; sie hätten die Mentalität von
Gangstern und zeigten, so behauptete er, keine Anzeichen von Reue für
die Jahre des Massenmords...".
Gegen die beschämende posthume Umdeutung
seines längst obsoleten Briefzitats am Roten Rathaus kann sich
Albert Einstein nicht mehr zur Wehr setzen.' „Noch heute ist in Deutschland die Vorstellung von den ‚prominenten’ Juden nicht verschwunden. Während die Kriegsteilnehmer und andere priviligierte Gruppen nicht mehr erwähnt werden, beklagt man das Schicksal ‚prominenter’ oder ‚berühmter’ Juden immer noch auf Kosten aller anderen. Es gibt nicht wenige, besonders unter den Gebildeten, die heute noch öffentlich die Tatsache beklagen, dass Deutschland Einstein aus dem Lande gejagt hat – ohne zu begreifen, ein wie viel größeres Verbrechen es war, Hänschen Cohn von nebenan zu töten, auch wenn er kein Genie war.“ S. 230, Eichmann in Jerusalem, Ein Bericht von der Banalität des Bösen, Hanna Arendt 1963, Übersetzung aus dem Amerikanischem von Brigitte Granzow 1964, Piper Verlag, 2006 (D) |
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| Einstein
wurde in Ulm geboren, so wie Sigmar und Hedwig (geb. Ullmann), die jüdischen
Großeltern von Tanya Ury, die Opfer der Nazis wurden. In 1993 erhielt
Ury, die in London in der zweiten Generation geboren wurde, die doppelte-Staatsbürgerschaft
und wanderte im selben Jahr nach Deutschland aus, um hier zu leben und
arbeiten.
Text zur Plakat: Du bist Albert Einstein. (Foto: Tobias Gerber, Bilderberg, ©2005), dass in Deutschland 2005 verbreitet wurde: Du bis Albert Einstein Du denkst, du entwickelst dich langsamer als alle
anderen? Relativ witzig. Das hat Albert Einstein auch von sich gesagt.
Später gewann der "Zurückgebliebene" den Nobelpreis. Eine Aktion deutscher Medien im Rahmen der Initiative
"Partner für Innovation." Übersetzung des englischen Textes zu Tanya Ury's Photomontage: Ich bin Albert Einstein Bin ich langsam? Sie bewerben deutschen Patriotismus in meinem Namen. Gar nicht witzig. Mag sein, dass ich Nobelpreisträger war, aber damals musste ich das Land unter Lebensgefahr verlassen Was E=mc2 bedeutet, muss man wirklich nicht begreifen.
Aber eins schon: die Geschichte. Wisch Dir die Sterne von den Augen,
von falschen Respekt und schlecht recherchierter Agitation. "Doo bee doo" ist der Ton, der von gelangweilten Menschen gemacht wird, um das Schweigen auszufüllen, meistens in textlicher Kommunikation, aber manchmal verbal. Es stammt von Menschen, die eine kleine Melodie pfeifen oder singen während sie untätig sind. Weisheit aus den 60ern: To do is to be - Descartes |
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| http://zelos.zeit.de/bilder/online_aktuell/48/denn_du_bist_deutschland.jpg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Im Kern der (Du bist Deutschland)
Kampagne stand ein sogenanntes Manifest, das gleichzeitig auch im Zentrum
des Werbespots war. Die bis zu zwei Minuten langen Spots zeigten größtenteils
prominente Menschen an historischen, landschaftlichen und urbanen Schauplätzen.
Diese trugen den Slogan der Kampagne Du bist Deutschland in verschiedenen
Variationen vor: "Du bist das Wunder von Deutschland", "Du
bist der Baum", sowie Sinnsprüche und Metaphern wie zum Beispiel
"Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern", die positive Gefühle
auslösen und den Zuschauer spontan begeistern und mitreißen
sollen...
...Viele Kritiker wurden auf den Plan gerufen, weil die Kampagne den Einzelnen als Mitglied eines Nationalstaats ansprach. Sie argumentierten dies sei eine nationalistische Haltung und würde Nähe zu den nationalistischen Denkmustern des Nationalsozialismus aufweisen. Als Beleg wurden ähnliche nationalsozialistische Parolen angegeben: Tatsächlich nutzten die Nationalsozialisten
die - allerdings auf Adolf Hitler gemünzte - Parole "Denn
Du bist Deutschland" während einer Kundgebung 1935 auf dem
Ludwigsplatz in Ludwigshafen. Abgebildet ist dies in dem Buch "Ludwigshafen
- Ein Jahrhundert in Bildern" des Stadtarchivs Ludwigshafen am
Rhein von 1999 (ISBN 3-924667-29-2). Den Satz überragt ein großes
Hitlerporträt. Die renommierten Historiker Hans Mommsen und Hans-Ulrich
Wehler sahen die Kampagne dennoch nicht als belastet an.[8] In abgewandelter
Form ist der Slogan auch zu finden in dem Film "Triumph des Willens"
von Leni Riefenstahl auf: "Sie sind Deutschland!".' |
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