Die Sinne: Intimacy (Intimität) (Tastsinn) mehr
 

1989 lebte ich einige Monate bei meinem Großvater Alfred Unger in Köln am Rhein und entdeckte in seiner Bibliothek das literarische Werk des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre. Nachdem ich die Romantrilogie „Wege der Freiheit“ gelesen hatte, fuhr ich mit seiner einzigen Kurzgeschichtensammlung „Die Mauer“ fort, die er zwischen 1940-44, vor seiner neunmonatigen Inhaftierung als deutscher Kriegsgefangener geschrieben hatte – er war 1939 in die französische Armee einberufen worden. Eine dieser Kurzgeschichten hieß “Intimité” (Intimität).

xxxxxxxxxxx„‘Dann haben wir uns ausgesprochen: ich habe ihm die Lippen mit einem Handtuch xxxxxxxxxxxabgewaschen und habe ihm gesagt, dass ich es satt hätte, dass ich ihn nicht xxxxxxxxxxxmehr liebte und dass ich wegginge. Er hat angefangen zu weinen, er hat gesagt, xxxxxxxxxxxer würde sich umbringen. Aber das zieht nicht mehr: erinnern Sie sich, Rirette, xxxxxxxxxxxletztes Jahr, bei dieser Rheinlandgeschichte1, lag er mir jeden Tag damit in xxxxxxxxxxxden Ohren: es gibt Krieg, Lulu, ich werde einrücken und werde getötet, und du xxxxxxxxxxxwirst mir nachtrauern, du wirst den Kummer, den du mir gemacht hast bereuen. xxxxxxxxxxx‚Schon gut’ antwortete ich ihm, ‚du bist impotent, du wirst ausgemustert.’“2

xxxxxxxxxxx“’Intimität’ setzt die Erkundungen des zeitlos-faszinierende Terrains der xxxxxxxxxxxpsychopathia sexualis fort: Ehemänner, die nicht können (oder wie Sartre es xxxxxxxxxxxvermutlich sagen würde, nicht wollen) und Geliebte, die es können aber eine xxxxxxxxxxxSchweinerei auf den Bettlaken hinterlassen. Die ekelhaft süßlichen
xxxxxxxxxxxSinnesempfindungen eines nackten Beines, das auf die schneckenartige Spur von xxxxxxxxxxxSperma trifft, wurde selten brillanter beschrieben – Sartre wieder, meisterhaft xxxxxxxxxxxin seinen triefenden Evokationen der schleimigeren Aspekte des Lebens. xxxxxxxxxxx’Intimität’, der Titel der Geschichte, ist für Sartre ein negatives Wort: es xxxxxxxxxxxsuggeriert scheußliche Geheimnisse, die verborgen bleiben, in bürgerlichen xxxxxxxxxxxSchlafzimmer oder in dunklen Rückzugsgebieten der Psyche vergammeln.”3

Ungefähr 10 Jahre später entdeckte ich, dass Hanif Kureishi (Sohn eines nicht-praktizierenden muslimischen Vater aus Karatschi, Pakistan und einer englischen Mutter4) eine Novelle mit demselben Titel wie Sartres Kurzgeschichte geschrieben hatte. Die gemeinsamen Merkmale von Sartres and Kureishis „Intimitäten“ sind das Scheitern der Ehe und die Flucht in sexuellen Zwang. Ich habe aber nichts entdeckt, das den Schluss gestattet Kureishi habe seine „Intimität“ (Rastlose Nähe) als Widmung mit Bezug auf Sartres ursprünglichen Text geschrieben.

xxxxxxxxxxxDies nun könnte unser letzter Abend als unschuldige, intakte, ideale Familie xxxxxxxxxxxsein; meine letzte Nacht mit einer Frau, die ich seit zehn Jahren kenne, einer xxxxxxxxxxxFrau, über die ich nahezu alles weiß und von der ich nichts mehr wissen will. xxxxxxxxxxxBald schon werden wir wie Fremde zueinander sein. Nein, das können wir nie xxxxxxxxxxxsein. Jemanden zu verletzen ist ein Akt widerwilliger Vertrautheit. Wir werden xxxxxxxxxxxeinander gefährliche Bekannte mit einer gemeinsamen Geschichte sein.5

Ich wollt bereits ein Stück über die Intimität und den Tastsinn schaffen, welches Texte von Sartre und Kureishi einschließen würde, bevor ich erfuhr, dass diese Schriften als Filme adaptiert worden waren: 1994 setzte Dominik Moll Sartres “Intimität” (in Frankreich gedreht) um; Kureishis “Intimität” (Rastlose Nähe) wurde 2001 in London von Patrice Chereau verfilmt (von beiden Filmen habe ich nur den zweiten gesehen).

xxxxxxxxxxxKureishi’s (ursprüngliche) Geschichte, Intimacy, war kontrovers wegen seiner xxxxxxxxxxxFiktionalisierung des Scheiterns seiner Ehe im wirklichen Leben. Der Text xxxxxxxxxxxbeschäftigte sich, auf eine interessantere Weise (als der Film – TU) mit der xxxxxxxxxxxMixtur von Courage und Feigheit, die man braucht, um aus einer Ehe wegzulaufen. xxxxxxxxxxxDa waren unvergessliche Passagen drin, so wie die Verlegenheiten der xxxxxxxxxxxMasturbation in den Mittleren Jahren: es zu tun, ohne dass er seine schlafende xxxxxxxxxxxFrau weckt, es im Badezimmer zu tun und die stechenden Schmerzen in der Seite xxxxxxxxxxxzu ignorieren, die er vom Tragen der Kinder spürte.”6

xxxxxxxxxxxIn der Diskussion mit dem französischen Regisseur Patrice Chéreau über die xxxxxxxxxxxZusammenarbeit an dem Film „Intimität“ kommentiert Kureishi: Wenn unsere Epoche xxxxxxxxxxx„unideologisch“ scheint im Vergleich mit der Periode zwischen den Mitte
xxxxxxxxxxx-Sechzigern und die Mitte-Achtzigern, wenn es so scheint, als wäre
xxxxxxxxxxxGrossbrittannien gemütlich hedonistisch und politisch träge, dann mag das daran xxxxxxxxxxxliegen, dass sich das Politische nach innen verlagert hat, in den Körper. Das xxxxxxxxxxxPolitische der persönlichen Beziehungen - von privater Not, von Gender, Ehe, xxxxxxxxxxxSexualität, der Platz der Kinder... hat dasjenige in der Gesellschaft ersetzt, xxxxxxxxxxxwas unkontrollierbar scheint. ("The Two of Us" <Wir Zwei>)7

Beide „Intimitäten“ wurden in verschiedenen Epochen geschrieben: der ausgeprägt modernistischen Vorkriegszeit-Avantgarde – und in der Ära der Postmoderne: der Vor-Jahrtausendwende. Die Themen sind die gleichen, aber das Vorgehen in jeder Erzählung ist typisch für ihre Zeit; beide sind sie von Männern geschrieben - aus der männlichen Perspektive, aber eine weibliche Stimme ist eingeschlossen, auch wenn ihre Bedeutung und Implikation sich mit der Zeit geändert hat. Sartre entschied sich 1939, aus einer Perspektive des Absurden über Themen der Sexualität mit „Intimität“ zu meditieren

xxxxxxxxxxxDie Geschichten in Le Mur (Die Mauer) betonen die Willkürlichkeit der xxxxxxxxxxxSituationen in denen Menschen sich befinden und die Absurdität ihrer Versuche, xxxxxxxxxxxrational damit umzugehen. Nachfolgend entwickelte sich eine ganze Schule von xxxxxxxxxxxabsurder Literatur.”8

Während Kureishi behauptet, dass unser Zeitalter „unideologisch“ sei, hat Sartre die Jahre des Zweiten Weltkriegs damit verbracht, zusammen mit seiner Partnerin, der Philosophin Simone de Beauvoir, eine Gruppe von Widerstandskämpfen zu unterstützen. „Die Mauer“ wurde geschrieben, zehn Jahre bevor de Beauvoir ihr zentrales feministisches Traktat “Das Andere Geschlecht” über Frauen und weibliche Sexualität in einer Männerwelt veröffentlichte. Zu dieser Zeit erschien die Antibaby-Pille zum ersten Mal auf dem Markt.

Obgleich die 60er, zumindest im Westen, eine freizügige Einstellung gegenüber der Sexualität mit sich brachten, ist bekanntermaßen ein Backlash im Gange – die Forderungen und Folgen der Lust sind von der Kirche noch immer nicht berücksichtigt (insbesondere die Römisch-Katholische Kirche fordert nach wie vor die Keuschheit vor der Ehe von der Jugend, und ächtet die Abtreibung). Also ist es besonders bedeutsam, dass Kureishi als Hauptthema seines Buches den außer-ehelichen Sex wählt; schließlich rasen unmittelbar unter der Oberfläche der Haut jedes Mannes und jeder Frau - egal welchem Alter, Herkunft, Glaubensbekenntnis oder Gender-Gruppierung sie angehören - Ängste, den Ausdruck von Sexualität betreffend - besonders seit dem relativ neuen Hervortreten von AIDS Anfang der 80er.

In all seinen Schriften huldigt Kureishi regelmäßig der klassischen Literatur; in „Intimität“ (Rastlose Nähe) beteuert Jay der Erzähler:

xxxxxxxxxxxWie absolut die Vergangenheit uns durchströmt. Wir leben all unsere Tage xxxxxxxxxxxgleichzeitig. Die Autoren, die mein Dad bevorzugte, bleiben meine Favoriten, xxxxxxxxxxxmeistens die Europäer des neunzehnten Jahrhunderts insbesondere die Russen. Die xxxxxxxxxxxCharaktere - Goriot, Vronsky, Madame Ranevskaya, Nana, Julien Sorel - sind wie xxxxxxxxxxxein Teil von mir.”9

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Play in Camera, Ô d’Oriane und Red Hot Pokers sind Werke von mir, in denen Zeilen verschiedener Autoren aufgenommen und zusammengesetzt wurden, um einen dritten Text zu erschaffen, mit einer anderen aber ähnlichen Logik:

Play in Camera (eine Video-Installation) kombiniert Zeilen aus Sartres “In Camera” (Huis Clos/Geschlossene Gesellschaft) und Samuel Becketts “Play” (Endspiel).

Ô d’Oriane (eine Photo- und Textserie) kombiniert Zeilen aus Primo Levis “The Mnemogogues” 1990 und Italo Calvinos “The Name, The Nose” 1972.

Red Hot Pokers (eine auf Video dokumentierte Performance) besteht aus zufällig gewählten und gelesenen Texten aus Ludwig Wittgensteins “Remarks on Colour” („Bemerkungen über Farben“) 1950 und Adolf Hitlers „Mein Kampf“, 1924.

Bei den meisten dieser Arbeiten habe ich englische Übersetzungen der literarischen Werke verwendet. Red Hot Pokers andererseits ist entweder auf Deutsch oder auf Englisch gespielt worden.

Tanya Ury

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Die restriktiven Sitten und Tabus die mit der Sexualität in vielen Orten unserer Welt verbunden sind, machen Intimität zu einem Thema für das es sich, jenseits des natürlichen Reizes, immer noch zu engagieren lohnt:

xxxxxxxxxxxSüd-Afrika könnte das einzige Land der Welt sein, das lesbische und schwule xxxxxxxxxxxGleichberechtigung in seiner Verfassung bewahrt hat, aber eine Reihe brutaler xxxxxxxxxxxMorden an Lesben im letzten Monat hat aufgezeigt, wie sehr das Land eine xxxxxxxxxxxEpidemie von Hassverbrechen gegen LGBT-Leute (= Lesben, Homosexuelle (Gays), xxxxxxxxxxxBisexuelle, und Transsexuelle, Anm. d.Ü.) erlebt, die Proteste von Kapstadt bis xxxxxxxxxxxNew York ausgelöst hat – inklusive von einem bekennend schwulen
xxxxxxxxxxxsüdafrikanischen Richter am Obersten Berufungs-Gerichtshof: Edwin Cameron, der xxxxxxxxxxxoffen schwul und HIV-positiv ist, sprach diesen Dienstag auf einem Meeting über xxxxxxxxxxxdie weit verbreitete schwulenfeindliche Gewalt; er sagte, dass es ‚zügellose xxxxxxxxxxxUngleichheit und Vorurteile gegen Schwule und Lesben in Afrika’ gebe. Dazu xxxxxxxxxxxsagte er ‚Wir müssen einen Punkt erreichen wo alle in ihrem Lebensstil xxxxxxxxxxxgeschützt werden.’“ Empörung über Lesbische Morde in Südafrika von: DOUG xxxxxxxxxxxIRELAND
08/16/2007 (Übersetzung TU & AF)www.gaycitynews.com

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xxxxxxxxxxxPegah Emambakhsh ist eine Iranerin, die 2005 um Asyl im Königreich Brittannien xxxxxxxxxxxnachsuchte. Ihr Antrag wurde abgewiesen. Sie wurde im Sheffield Abschiebeknast xxxxxxxxxxxinhaftiert, wird jetzt im Yarl's Wood Immigration Entfernungszentrum xxxxxxxxxxxfestgehalten, und wartet auf ihre Deportation - am 28. August 2007 um 21.35 Uhr xxxxxxxxxxxmit dem British Airways Flug BA6633 nach Iran. Zurück in Iran, wird Pegah xxxxxxxxxxxinhaftiert und möglicherweise zu Tode gesteinigt werden. Ihr Verbrechen ist xxxxxxxxxxxihre sexuelle Orientierung – sie war in einer Beziehung mit einer anderen Frau. xxxxxxxxxxxPegah konnte aus dem Iran entkommen, und beantragte Asyl, nachdem ihre xxxxxxxxxxxPartnerin verhaftet, gefoltert und danach zum Tode durch Steinigung verurteilt xxxxxxxxxxxwurde. Ihr Vater wurde auch verhaftet und über ihren Aufenthaltsort vernommen. xxxxxxxxxxxLetztendlich wurde er freigelassen, aber nicht bevor er selbst gefoltert wurde. xxxxxxxxxxxPegah hat eine wohl begründete Angst vor Verfolgung, falls sie nach Iran xxxxxxxxxxxzurückgeschickt wird. Sie gehört zu einer Gruppe von Menschen – Schwule und xxxxxxxxxxxLesben – die bekanntermaßen im Iran schwer verfolgt werden. Iranischen xxxxxxxxxxxMenschenrechts-Aktivisten zufolge sind viele Lesben und Schwule hingerichtet xxxxxxxxxxxworden, seit die Ayatollahs 1979 an die Macht gekommen sind. Nach der xxxxxxxxxxxSchwulenrechts-Gruppe Outrage ist ‚Die Islamische Republik Iran qualitativ xxxxxxxxxxxhomophober als fast irgendein anderer Staat auf der Erde. Seine staatlich xxxxxxxxxxxgeförderte und religiös sanktionierte Folter und die Hinrichtungen von Lesben, xxxxxxxxxxxSchwulen, Bisexuellen und Transsexuellen weisen Iran als einen Staat aus, der xxxxxxxxxxxgegen alle vereinbarten internationalen Menschenrechts-Konventionen agiert.’ xxxxxxxxxxxEin Präsidentschaftswechsel zur Zeit der Ablehnung von Pegahs erstem Einspruch, xxxxxxxxxxxim Herbst 2005, führte zu einem konservativeren und kompromisslosen Regime in xxxxxxxxxxxIran. 2006 entschied ein deutsches Gericht, dass eine iranische Lesbe nicht xxxxxxxxxxxdeportiert werden dürfe, weil sie durch ihre Sexualität den Tod riskierte. Die xxxxxxxxxxxEinwanderungsbehörde des Königsreichs Britannien (BIA) zog es vor nicht zu xxxxxxxxxxxglauben, dass sie in Gefahr wäre, wenn sie nach Iran zurück geschickt würde, xxxxxxxxxxxobwohl der Regierung die furchtbare Situation, mit der Homosexuelle dort xxxxxxxxxxxkonfrontiert sind wohl bekannt ist. (Übersetzung TU & AF)
xxxxxxxxxxxhttp://www.indymedia.org

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xxxxxxxxxxxEin großer Bestandteil von Polens homophobem Hexengebräu ist
xxxxxxxxxxxFrauenfeindlichkeit. Abtreibung ist verboten und Frauen sowie Homos werden im xxxxxxxxxxxkulturellen und ökonomischen Bereich eingeschränkt. Künstlerinnen die sich mit xxxxxxxxxxxSexualität auseinandersetzen, sind von der Zensur hart angegangen worden. xxxxxxxxxxxManche, wie Dorota Nieznalska, wurden körperlich angegriffen. Mitglieder des xxxxxxxxxxxBündnisses der Polnischen Familien attackierten Nieznalska verbal und xxxxxxxxxxxkörperlich an der Gdansk Galerie, wo letztes Jahr ihre Installation ‚Passion’ xxxxxxxxxxxausgestellt wurde. Diese Arbeit, eine Erkundung von Maskulinität und Leiden, xxxxxxxxxxxzeigt ein Kreuz, auf dem ein Photo mit einem Fragment eines nackten männlichen
xxxxxxxxxxxKörper - inklusiv der Genitalien – angebracht worden war. Dieses Bündnis hat xxxxxxxxxxxdie Künstlerin auch angeklagt. Letzen Juli befand ein Gericht sie für schuldig, xxxxxxxxxxx„religiöse Gefühle verletzt“ zu haben: sie wurde zu einem halben Jahr xxxxxxxxxxx„Beschränkung der Freiheit“ verurteilt (ihr ist insbesondere verboten das Land xxxxxxxxxxxzu verlassen) außerdem zu Sozialstunden und zur Übernahme aller Gerichtskosten. xxxxxxxxxxxDie Mitglieder des Bündnisses der Polnischen Familien, die den Gerichtsaal xxxxxxxxxxxfüllten, applaudierten ekstatisch bei der Urteilsverlesung durch den Richter. xxxxxxxxxxxDie Künstlerin versucht seitdem das Urteil aus Gründen der Redefreiheit xxxxxxxxxxxaufzuheben. Dorota Nieznalska's Verurteilung veranlasste einen Protestbrief, xxxxxxxxxxxder von mehr als 700 Künstlern und Intellektuellen aus Polen und dem Ausland xxxxxxxxxxxsigniert wurde, und folgendes aussagt: ‚Das Prinzip der Redefreiheit ist xxxxxxxxxxxvollkommen verletzt worden. Die Künstlerin ist ein Opfer der ideologischen xxxxxxxxxxxVision eines religiösen Staates, den das Bündnis der Polnischen Familien der xxxxxxxxxxxpolnischen Gesellschaft aufzudrängen versucht. Zivile Freiheiten sind jedoch xxxxxxxxxxxnicht etabliert worden, damit sie einer Ideologie dienen. Wir alle haben das xxxxxxxxxxxRecht, in diesem Land zu leben, zu arbeiten und unsere Meinung frei
xxxxxxxxxxxauszudrucken.’ WARSCHAU, JAN. 12, 2004. „The Gully online Magazine“, 01.9.2007
xxxxxxxxxxxEurope, Hope for Love in Poland (Europa, Hoffnung für die Liebe in Polen)? Gay xxxxxxxxxxxmovement grows in Poland despite far-right surge (Die Gay-Bewegung wächst in xxxxxxxxxxxPolen trotz eines rechtsextremen Anstiegs. Von Tomek Kitlinski und Pawel xxxxxxxxxxxLeszkowicz. (Übersetzung TU & AF)

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xxxxxxxxxxx...Viele der homophoben/schwulenfeindlichen Gefühlen die Russland überrollen, xxxxxxxxxxxsind von religiösen Anführern angefacht worden. Mit Gewaltandrohungen gegen die xxxxxxxxxxxMoskauer Gay Pride, sagte der Ober Mufti von Russlands geistigem Zentralrat der xxxxxxxxxxxMuslime, Talgat Tajuddin: ‚Muslimische Proteste können noch schlimmer sein, als xxxxxxxxxxxdie berüchtigten Versammlungen wegen der skandalösen Karikaturen im Ausland.’ xxxxxxxxxxx‚Die Parade dürfte nicht erlaubt werden, und wenn sie sich trotzdem auf die xxxxxxxxxxxStrasse wagen, dann sollten sie zusammengeschlagen werden. Sexuelle
xxxxxxxxxxxMinderheiten haben keine Rechte, weil sie die Grenzen übertreten haben. xxxxxxxxxxxAbweichende Sexualität ist ein Verbrechen gegen Gott,’ sagte er, und forderte xxxxxxxxxxxdie Mitglieder der Orthodoxen Russischen Kirche auf, sich mit den Muslimen xxxxxxxxxxxzusammen zu tun, um eine gewalttätige Antwort auf die Moskauer Gay Pride xxxxxxxxxxxvorzubereiten. Russisch-Orthodoxe Anführer reagierten, indem sie Bürgermeister xxxxxxxxxxxLuzhkov aufforderten die Parade zu verbieten. Ein Sprecher erläuterte, xxxxxxxxxxxHomosexualität wäre eine ‚Sünde, die Menschen zerstört und zu einem
xxxxxxxxxx spirituellen Tod verurteilt’. Nicht zu vergessen: Russland’s Oberrabbiner Berl xxxxxxxxxxxLazar sagte, wenn eine Gay Pride Parade die Erlaubnis bekommen würde, wäre dies xxxxxxxxxxxein ‚Schlag für die Moralität.’ Er weigerte sich, Gewalt anzufordern, warnte xxxxxxxxxxxjedoch, dass die Jüdische Gemeinde nicht stillschweigend zuschauen sollte. xxxxxxxxxxx‚Sexuelle Perversionen’, sagte er, haben kein Existenzrecht. Lazar
xxxxxxxxxx verdeutlichte, dass Gay-Pride-Märsche ‚eine Provokation’ seien, ähnlich den xxxxxxxxxxxMohammedkarikaturen...“ Peter Tatchell 24.5.07 Guardian Kommentar ist frei -
xxxxxxxxxxxhttp://commentisfree.guardian.co (Übersetzung TU & AF)

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xxxxxxxxxxxRabbi Walter Rothschild (aus Yorkshire) wurde gefeuert, nachdem er ein Paket xxxxxxxxxxxvon Kondomen hervorholte und sie als Requisite in der Synagoge benutzte als xxxxxxxxxxxBeispiel dafür, woran Juden während der besondere Tagen von Rosh Hashanah nicht xxxxxxxxxxxdenken sollten. 'Sie mochten meine Art Humor nicht’ sagte er, etwas verletzt; xxxxxxxxxxxaber er schwor weiter zu kämpfen und mit seinem ‚unmöglichen Job’ fort zu xxxxxxxxxxxfahren.“ Jewish Berlin rises again - with Russian help (Jüdisches Berlin erhebt xxxxxxxxxxxsich wieder – mit Russische Hilfe) Mittwoch, 15. November, 2000, 20:20 GMT
xxxxxxxxxxxhttp://news.bbc.co.uk (Übersetzung TU & AF)

1 “Die Referenz zum Rheinland suggeriert ein Datum für diese Geschichte, weil der entmilitarisierte Teil des Rheinlands wurde im März 1936 von den Nazis besetzt wurde.“ S. 97 aus Andrew Browns Notizen in der 2005 englischen Publikation von „Die Mauer“ („The Wall“), Modern Voices, Hesperus Press ((UK) ISBN: 1-84391-400-x

p. 97. Englischer Version “The Wall”, 2005

2 S. 90, Die Kindheit eines Chefs, 12. Auflage September 2005, Rowohlt Taschenbuch Verlag ISBN 3 499 15517 6

3 Andrew Brown, Einführung zu “The Wall”, 2005, S. xvi Ebenda 1

4 The Films of Hanif Kureishi (Die Filme von Hanif Kureishi), Mo Shah, December 19, 2004 www.egothemag.com

5 S.7 Intimacy, Rastlose Nähe, Hanif Kureishi 1998, Fischer Taschenbuch Verlag 2008 ISBN 978-3-596-17977-0

6 Peter Bradshaw, Cinema, Arts Guardian Weekly August 2.-8.2000

7 Politics of Intimacy in Hanif Kureishi's Films and Fiction (Politics von Intimität in Hanif Kureishis Filme und Fiktion), The Literature Film Quarterly,  2004  by Cone, Annabelle http://findarticles.com (Übersetzung Tanya Ury und Amin Farzanefar)

9 P. 41 Ebenda 3

Text Reihenfolge – Intimacy (Intimität) – Tanya Ury

Diese Arbeit wurde entwickelt um ähnliche Themen in beiden Texten mit dem gleichen Titel, die in verschieden Epochen geschrieben wurden, zu betonen. Sartres Erzählstimmen sind die von Frauen; Kureishis Protagonist hingegen ist ein Mann. Die Intimacy Sequenz startet mit Zitaten aus Sartres gleichnamiger Kurzgeschichte “Intimité”, aus “The Wall” (Die Mauer) 1939, die vor Kureishis Novelle “Intimacy” (Intimität – Rastlose Nähe), aus 1998, geschrieben wurde.

Das Leitmotiv beider Erzählungen sind jene Gemeinheiten und Betrügereien, die Partner einander demonstrieren, wenn eine Ehe zusammenbricht; explizit wird sexuelle Untreue beschrieben, die man um jeden Preis ausgeführt, um sich von den Fesseln einer erdrückend gewordenen Partnerschaft, los zu ringen. Hin und wieder folgen Ausdrücke halbherziger Reue; Appelle an die Erwartungen der Familien werden geäußert, und ignoriert. Die Reaktionen von Freunden, die als Mittäter beim Ehebruch beteiligt waren – oder auch aktiv den Versuch einer Wiedervereinigung unternommen haben, werden berichtet. Und letztendlich wird die Sehnsucht nach Intimität in Liebe und Freude - innerhalb oder außerhalb der Ehe - ausgedruckt.

Gemeinsame Themen in den ausgewählten Sequenzen sind:

Intimität innerhalb der Familie – Bindungen unter Familienmitgliedern und FreundenExperimente mit der Lust zwischen Geschwistern, oder die physische Nähe zwischen einem Vater und seinen kleinen Söhnen.

Die Sorgen eines Elternteils um sein erwachsenes Kind, das den Kollaps der Ehe erlebt.
Die Sorgen der Freunde usw.

Gründe um zu gehen (sexueller Natur)
Unerwünschte Avancen oder der Mangel an Lust.

Sexuelle Eifersucht.

Intimität (sexueller Natur)
Homosexuelle Lust.

Objekte der Lust: „Interessante Unterwäsche“ usw.

Intimität: die verschiedenen Sorten: Schmutzigkeit und/oder Zärtlichkeit.

Das unpersönliche – rein körperlich: Schmerzen nach dem Sex oder der Masturbation.
Andere Liebhaber und Masturbationsfantasien.

Die schmerzvolle Entscheidung zu gehen
Feigheit und Impotenz.

Fragen, die das gemeinsame Glück mit jemand anderem betreffen, welches den anderen Partner krank macht.

Ekel
Erinnerungen an eine Liebesbeziehung, in der einer herablassend war und dominierte.

Ekel eines Jüngeren, bei dem Gedanken an ältere Menschen mit Lustgefühlen, oder Menschen andere Rassen.

Ekel den Ausscheidungen heterosexueller Liebe gegenüber.

Sexuelle Befreiung
Der große Impuls im Leben.

Intimität
Die Furcht, etwas zu verlieren.

Eine Sehnsucht nach dem Glück.

Der Kitzel von Frauenunterwäsche und von verschiedenen Orten für ein Rendezvous mit einem Geliebten.

Trotz Allem: der Glauben an die Möglichkeit von Intimität und Liebe.

Abschiedsbriefe

 

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