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Boss: Röslein Sprach... mehr |
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In die Video-Textur eingearbeitet finden sich verschlüsselte Andeutungen auf die faschistischen Aktivitäten des Modehauses Hugo Boss AG während des Dritten Reiches: aus allen nationalsozialistisch besetzen Gebieten Europas wurden Näherinnen zu einer speziellen Elite-Belegschaft zusammengestellt, um als unterbezahlte Zwangsarbeiter Uniformen in der Boss Metzingen Werkstatt, Deutschland, herzustellen. Die Öffentlichkeit erfuhr von diesem Skandal erst 1997, als der Name Hugo Ferdinand Boss auf Schweizer Bankkonten aus der Nazi-Periode auftauchte. Hugo Boss hat seitdem nur ein Minimum an nötiger Entschädigung in einen von der deutschen Regierung errichteten Fond gezahlt. Es ist unwahrscheinlich, dass die wenigen noch lebenden Opfer je irgendwelche Kompensation bekommen werden, bedenkt man den späten Entschluss, etwas zu unternehmen und die Langsamkeit der Bürokratie. Das Boss-Credo: "Lebe nach Deinen eigenen Regeln", wird in der aktuellen deutsche Fernseh-Werbekampagne für Hugo Boss Eau de Toilette, 2004 reflektiert: das Bild eines tätowierten Jugendlichen ist mit dem Voice Over "your fragrance, your rules" unterlegt. Auf seiner in Richtung Kamera erhobenen Handfläche lässt sich das - handschriftliche - Statement "your rules" lesen. Tanya Ury parodiert dies mit ihrer handgenähten Aussage "Boss". Die Videobilder beziehen sich auch auf die Photographischen Arbeiten Daniel Buettis, wo man ein Sortiment Mode-Logos sieht, die augenscheinlich in die Haut des Modemodels eingenäht sind. Buettis Arbeiten bedeuten aber keinerlei Verletzungen des Models: die Logo-Schriftzüge wurden durch die Photographien gestanzt, diese dann erneut photographiert. Tanya Ury |
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